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Jeannette Schulz
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Topinambur

Gemüse-Heilkunde im Siepental

Topinambur (Helianthus tuberosus)
Andere Namen sind: Erdartischocke, Erdtrüffel, Schweinebrot, Erdsonnenblume, Erdbirne, Borble, Herdäpfel.

Der Herbst ist die richtige Zeit, um heilsame Wurzeln aus der Erde zu graben. Im Gemeinschaftsgarten Siepental haben wir im Frühjahr Topinambur-Knollen gesetzt und ein paar davon – haben etwa die Kaninchen die anderen jungen Pflänzchen gefressen? – haben sich zu hohen, sonnenblumenähnlichen
Pflanzen entwickelt.

Mit Sonnenblumen sind sie auch verwandt und haben ganz ähnliche, nur im Verhältnis zum Stängel kleinere Blüten. Manche Sorten blühen so spät im Jahr, dass sie bei uns gar nicht zur Blüte kommen. Ihre ursprüngliche Heimat ist das nördliche Amerika, inzwischen sieht man sie auch bei uns manchmal verwildert, denn die Knollen überstehen im Boden den Frost und vermehren sich kräftig, so dass manche Gärtner davon abraten, sie zu pflanzen.

Das ist schade, denn ihre Knollen haben es in sich. Sie enthalten reichlich Eiweiß und Ballaststoffe, Vitamine und Mineralien (besonders Kalium, Eisen, Vit. B1, B2, C).

Sie gehören zu den präbiotischen Nahrungsmitteln, denn sie enthalten, wie Chicorée, Artischocke, Löwenzahn und Schwarzwurzel Inulin und unterstützen die Vermehrung von Bifidobakterien im Darm, was den Darm gesund erhält. Allerdings sollte man anfangs vorsichtig bei der Dosierung sein, heftige Blähungen können bei empfindlichen Menschen sonst vorkommen.

Bei Altersdiabetes wird die Knolle besonders empfohlen, denn Inulin regt die Bauchspeicheldrüse an, mehr Insulin zu produzieren. Auch beim Abnehmen soll Topinambur hilfreich sein, denn Heißhunger wird gedämpft.

Die leckere Knolle lässt sich roh oder gedünstet verspeisen, gekocht und püriert als Suppe oder auch als Saft (z. B. mit Apfelsaft gemischt) trinken. Viel Spaß beim Ausprobieren!