Anschrift

Jeannette Schulz
Praxis für
Chinesische Medizin
Max-Fiedler-Straße 1A
45128 Essen

Telefon 02 01 / 41780

naturheilpraxis-schulz@
t-online.de




Salbei

 

Gemüse-Heilkunde im Siepental

Echter Salbei (Salvia offizinalis)
 

„Salbei, die Mutter aller Kräuter“* gehört zur Familie der Lippenblütler und stammt ursprünglich aus Südeuropa.

Lange schon wird er in unseren Gärten kultiviert, kommt vereinzelt auch verwildert vor. Der wilde Wiesensalbei (Salvia pratensis) ist ähnlich einzusetzen, aber etwas schwächer in der Wirkung. Viele andere Salbei-Sorten werden wegen ihrer schönen Blätter und Blüten als Zierpflanzen gezüchtet. Die schönen blauvioletten Blüten zeigen sich ab Mai, Juni; verwendet werden in erster Linie die Blätter und zarten Trieb­spitzen ab Anfang April frisch oder getrock­net. Sie eignen sich als Grundlage für eine wohlschmeckende Haus-Teemischung (z. B. mit Brombeerblättern, Erdbeerblättern, Rosenblütenblättern). Stärker konzentriert hilft Salbeitee bekanntermaßen bei Hals­schmerz und Heiserkeit. Ein Blatt frisch gekaut tut es auch. Die Wirkung ist anti­bakteriell, antiviral und pilzhemmend. Ein zweiter Einsatzbereich ist übermäßiges Schwitzen, als Tee und äußerlich, als Bad oder Einreibung.

Alle Salvien (besonders auch Muskatellersalbei) enthalten reichlich ätherische Öle und werden in der Aromatherapie bei Nachtschweiß und
Hitzewallungen in den Wechseljahren eingesetzt.

Salbeiwurzeln (Salvia milt.) werden in der chinesischen Medizin sehr häufig verordnet, in der Frauenheilkunde, bei Angina Pectoris und zur besseren
Durchblutung der Beine. Auch bei uns gibt es Fertigpräparate der Salbeiwurzel (Firma Bombastus) und interessante Forschungen zur Wirkung der verschiedenen Arten. Natürlich sind auch die Blüten essbar und eine hübsche aromatische Deko am Salat.

 

* Abt Walafrid Strabo, um 840 n. Chr. schrieb er „Das Buch über die Gartenpflege“, auch bekannt als Hortulus, eines der bedeu­tend­sten botanischen Werke des Mittelalters.