Naturheilpraxis Jeannette Schulz in Essen


Gemüse-Heilkunde im Siepental

Rosmarin (Rosmarinus officinalis)

Rosmarin, auch Anthosblüte, Antonskraut, Brautkraut, Hochzeitsmaien, Kranzenkraut, Marienkraut, Meertau, Schoßstock, Weihrauchkraut genannt, gehört zu den ganz großen europäischen Heilpflanzen und wurde schon im klassischen Altertum als Medizin und als Ritualpflanze sehr geschätzt. Der intensiv duftende, mehrjährige Strauch war Aphrodite, der griechischen Göttin der Liebe, geweiht. Heute noch wird er bei Hochzeiten und Geburten, aber auch bei Begräbniszeremonien eingesetzt - es ist eine Schutzpflanze, die Übergänge begleitet.

In der Heilkunde wird er vielfältig gebraucht: als Tee, für Bäder und Kompressen oder als ätherisches Öl, um die Raumluft zu reinigen und Gedächtnisleistung und Stimmung zu verbessern. Ganz allgemein wirkt er anregend und erwärmend, die ideale Pflanze
für Morgenmuffel! Wem der etwas bitter-scharfe, herb-aromatische Geschmack am Morgen nicht so gefällt, dem empfehle ich statt einer Teekur die Inhalation mit frischen oder getrockneten Rosmarinnadeln (oder zwei, drei Tropfen ätherischem Öl) auf ein Schälchen heißes Wasser: Der Kopf wird klar, niedriger Blutdruck normalisiert sich, die Lebensgeister kehren zurück! Abends könnte die Wirkung zu anregend sein. Für Schwangere, Säuglinge und Kleinkinder und Epilepsiekranke wird wegen möglicherweise hoher Konzentration reizender Bestandteile von der Anwendung abgeraten.

Bei rheumatischen Beschwerden oder nach Verletzungen wirkt eine Einreibung leicht schmerzlindernd und entzündungshemmend, auch auf das Verdauungssystem hat Rosmarin einen positiven Einfluss, besonders die Fett- und Stärkeverarbeitung wird verbessert.

Dosis als Tee: 1-2 g auf 200 ml Wasser, 3 mal täglich

Zur äußerlichen Anwendung kann man ruhig einen kräftigeren Aufguss herstellen, bis 5 g auf 100 ml Wasser.

Bei uns im Garten steht die Mittelmeerpflanze gern etwas geschützt, liebt die Sonne, aber verträgt auch leichten Schatten, sie bevorzugt einen gut durchlässigen, kalkreichen Boden, Staunässe mag sie nicht. Wenn ihr der Standort gefällt, kann sie dort viele Jahre alt werden und zu jeder Jahreszeit für die Hausapotheke und als Küchengewürz beerntet werden.

Wer mehr über Heilpflanzen erfahren möchte - wilde und kultivierte -, über Anbau, Ernte und Anwendung oder sein Wissen und seine Erfahrungen weitergeben möchte, ist eingeladen, jeden ersten Mittwoch im Monat um 16.30 Uhr zum „Gesundheitsgarten“ im Siepental, Ahrfeldstraße.





Jeannette Schulz
Praxis für
Chinesische Medizin
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