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Jeannette Schulz
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Ringelblume

Gemüse-Heilkunde im Siepental

Ringelblume (Calendula officinalis)
In diesem Jahr habe ich Ringelblumen in ein Hochbeet gepflanzt und finde jetzt nach dem Urlaub ein gelboranges Blütenmeer wie noch nie! Im gleichen Kasten stehen auch Kartoffeln, Borretsch und ein paar Gewürze. Mal sehen, ob die Gemeinschaft den anderen Pflanzen wirklich so gut tut, wie in allen Büchern beschrieben.

Als Heilpflanze verwende ich die Ringelblume, bei der sich übrigens die Samen ringeln und nicht die Blüten, recht häufig. Der Klassiker ist natürlich die Ringelblumensalbe, die fast immer hilft, z. B bei rissigen Händen und Lippen, Abschürfungen, bei Quetsch-, Schlag- und Schnittwunden, Beingeschwüren, leichtem Sonnenbrand oder Akne. Auch der alkoholische Auszug ist sehr hilfreich, zur Wundreinigung oder für Spülungen bei Entzündungen im Mund. Dafür kann man auch den Tee oder die frische Pflanze nehmen. Frisch zerriebene Blütenköpfchen sind eine gute erste Hilfe bei Insektenstichen. Die Blüten enthalten unter anderem ätherische Öle, verschiedene Saponine und Alkohole, Alantoin und und Bitterstoffe, Tagesdosis ist 1 bis 2 g Blüten auf 150 ml Wasser. Einen Ölauszug kann man leicht selber herstellen: Dafür füllt man ein sauberes Glas mit den abgezupften Blütenblättchen und füllt sie mit Olivenöl auf, alles muss von Öl bedeckt sein. Nach drei Wochen und regelmäßigem Schütteln sieben und auspressen und in kleine dunkle Flaschen umfüllen und kühl aufbewahren. Dieses Öl ist ein gutes Heil- und Pflegeöl und gehört eigentlich in jede heilpflanzliche Hausapotheke.

Will man Tee für den Wintervorrat sammeln, ist es wichtig die geöffneten Blüten ohne Stiele an einem sonnigen Mittag zwischen Juni bis Mitte August zu ernten und gut trocknen zu lassen (sie schimmeln leicht). Die Blüten werden oft gemischt mit anderen Heilpflanzen, z. B. bei MagenDarm-Beschwerden mit Schafgarbe und Kamille. Zur Unterstützung der Immunsystems und zur allgemeinen Stärkung, für besseren Schlaf und Appetit wird der Tee auch eingesetzt.