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Jeannette Schulz
Praxis für
Chinesische Medizin
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Frauenmantel

 

Gemüse-Heilkunde im Siepental

Frauenmantel (Alchemilla vulgaris)
Der Frauenmantel aus der Familie der Rosengewächse gilt als das Frauen-Heilkraut überhaupt, hochgeschätzt und vielfältig eingesetzt seit dem späten Mittelalter, vor allem bei Regelbeschwerden, unerfülltem Kinderwunsch, Problemen rund um die Geburt, Wechseljahresbeschwerden und allen Erkrankungen der weiblichen Geschlechts­organe. Ein Tee aus der ganzen blühenden Pflanze hilft aber auch bei Durchfall, wirkt wundheilend, entgiftend und empfiehlt sich als mildes, harmonisierendes Getränk durchaus auch für Männer.

Der Kräuterpfarrer Johann Künzle schrieb:”Der Tee vom Frauenmänteli ist lieblich und angenehm; mit Schlüsselblüemli gemischt, geht er über den chinesischen Tee und ist weit gesünder als dieser; er beruhigt die Nerven und gibt gesunden Schlaf.”

Nach der Signaturenlehre, die auf Form und Farbe, Geruch, Standort und Beson­der­heiten der Pflanzen achtet, weist die Gestalt des Frauenmantel-Blattes auf die The­men Geborgenheit, weibliches umhüllendes Prinzip, Schöpfungskraft. Die morgend­lichen Guttationstropfen, die die Pflanze am Blattrand ausscheidet und die in der Sonne wie Edelsteine schimmern, dienten den Alchemisten zur Herstellung von kostbaren Elixieren. So heißt sie bis heute Alchemilla – kleine Alchemistin.

Aus der Perspektive der traditionellen chinesischen Medizin betrachtet, wirkt der Frauenmantel auf die Organe Leber, Milz und Uterus, hat eine kühle Natur und ist kräftigend, stabilisierend, klärt Feuchtigkeit und Hitze und hat die Fähigkeit leere Hitze abzusenken, zum Beispiel bei Unruhe und Schlafstörungen.

Intensiver in der Wirkung als der Teeaufguss ist die Urtinktur, also der alkoholische Auszug aus der frischen Pflanze, aber auch Bäder, Breiumschläge und andere äußerliche Anwendungen sind hilfreich und wohltuend.

Frische, junge Blätter schmecken als Salat und als Gemüse – lecker mit anderen Wildkräutern wie Brennnesseln, Sauerampfer und Gänseblümchen.