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Jeannette Schulz
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Chinesische Medizin
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Eiche

Gemüse-Heilkunde im Siepental

Die Eiche (Quercus robur)
 

Bäume und auch Sträucher gehörten wohl schon immer zu den ganz wichtigen Heil- und Nahrungspflanzen der Menschen und es gibt einen gewaltigen Erfahrungsschatz, welche Teile wir essen können und wie wir Medizin aus ihnen gewinnen können.

Die bekannteste traditionelle medizinische Nutzung der Eiche ist eine Rindenabkochung für einen Umschlag oder zur Waschung bei Entzündungen der Haut, man kann auch damit gurgeln oder Sitzbäder bei Hämorrhoiden und Fisteln machen. Als Tee verwendet man die Blätter, zum Beispiel bei Durchfall und Magen-Darm-Katarrh. Rinde und Blätter enthalten viel Gerbstoffe und Flavonoide und Triterpene. Sie schmecken bitter und adstringierend und sind nicht für langfristigen Gebrauch zu empfehlen. Sie wirken zusammenziehend, entzündungshemmend, blutstillend, schweißhemmend und austrocknend. Gerbstoffe heißen so, weil man damit zum Beispiel Leder gerben kann.

Die Früchte der Eiche, die Eicheln, enthalten zusätzlich Eiweiße, fettes Öl und Zucker und wurden in Notzeiten – nach vorheriger Entbitterung – als Mehl genutzt und als Kaffee geröstet. Heute gibt es wieder großes Interesse an diesem alten Wissen, bei Guido Fleischhauer fand ich zum Beispiel die Idee, Nussmus aus den Samen herzustellen.

In der Gemmotherapie, einer jungen Form der Phytotherapie (es werden Auszüge aus Knospen und Triebspitzen von Sträuchern und Bäumen verwendet) werden die Eichenknospen als Stärkungsmittel bei starker seelischer und körperlicher Erschöpfung, bei rheumatischen Erkrankungen und bei Potenzproblemen eingesetzt. Oberhalb des Siepengartens steht eine Eiche, mittendrin eine Esche und ich warte gespannt, wer in diesem Jahr zuerst treibt, denn: Treibt die Esche vor der Eiche, gibt es im Sommer große Bleiche. Treibt die Eiche vor der Esche, gibt es im Sommer große Wäsche.