Naturheilpraxis Jeannette Schulz in Essen


Gemüse-Heilkunde im Siepental

Gemeiner Efeu (Hedera Helix)

Gleich zu Anfang: Efeu ist sowohl giftig, als auch eine Heilpflanze. Besonders die Früchte sind giftig, aus den Blättern wird ein Extrakt gewonnen, der zu Hustenmedikamenten verarbeitet wird, bei krampfhaft entzünd­lichen Atemwegserkrankungen, aber auch bei chronischer Bronchitis und Reizhusten.

Zur Teezubereitung wird der Efeu, der übrigens mit dem Ginseng verwandt ist, nicht genutzt und auch Auszüge zum Einnehmen sollte man nicht selber herstellen. Die Menge der Inhaltsstoffe (besonders Saponine) schwanken, je nach Alter und Standort der Pflanze, daher kann es zu Überdosierungen kommen mit Herzrasen, Kopfschmerzen und Erbrechen. Also nichts für die Selbstmedikation! In der Apotheke gibt es alkoholische Efeu-Auszüge (z. B. Prospan, Hedelix) oder auch Brausetabletten, Zäpfchen oder alkoholfreie Säfte für Kinder.

Für die äußere Anwendung besteht weniger Gefahr, obwohl es manchmal zu Kontakallergien beim Berühren der frischen Pflanze kommt. Als Massageöl hilft Efeu in Olivenöl oder Sonnenblumenöl ausgezogen gegen Cellulite, mit ein wenig frischem Ingwer, Rosmarinnadeln, Fenchelsamen, Wacholderbeeren und Zitronenschale ergibt sich ein schönes Rezept (nach Ursel Bühring). Äußerlich soll ein Efeuauszug auch gegen Nervenschmerzen wirken und Hühneraugen kann man mit einem Efeu-Essig-Auszug behandeln.

Spannend ist auch die Rolle von Efeu als Luftverbesserer sowohl draußen als auch in Innenräumen. Er zählt zu den zehn besten Raumluftreinigern (neben Grünlilie, Blattfahne, Bogenhanf, Birkenfeige, Drachenbaum u. a.), er erhöht nicht nur den Sauerstoffgehalt der Luft, sondern baut auch Schadstoffe ab, besonders wirksam reduziert er Benzol, Formaldehyd,Toluol,Trichlorethylen und Xylol. Nikotin soll besonders von der Birkenfeige umgewandelt werden.

Und: Zum Wäsche waschen (zehn Efeublätter in einer Socke in der Waschmaschine mitwaschen) eignen sich die Efeublätter auch - ich habe es ausprobiert, die Wäsche wird sauber. Durch die Saponine (Seifenstoffe) bildet sich eine Seifenlauge - man kann auch Geschirr damit spülen.

Wer mehr über Heilpflanzen erfahren möchte - wilde und kultivierte -, über Anbau, Ernte und Anwendung oder sein Wissen und seine Erfahrungen weitergeben möchte, ist eingeladen, jeden ersten Mittwoch im Monat um 16.30 Uhr zum „Gesundheitsgarten“ im Siepental, Ahrfeldstraße.





Jeannette Schulz
Praxis für
Chinesische Medizin
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