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Jeannette Schulz
Praxis für
Chinesische Medizin
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Brombeere

 

Gemüse-Heilkunde im Siepental

Die echte Brombeere (Rubus fruticosus)
Die Brombeere liefert nicht nur superleckere und gesunde Beeren, auch die Blätter kann man zu Salat (nur ganz junge Triebspitzen), Spinat oder Tee verarbeiten.

In der Heilkunde nutzte man diese anspruchslose Pflanze aus der Rosenfamilie schon sehr früh – in der griechischen, römischen und mittelalterlichen
Medizin – bei Durchfall-Erkrankungen und leichten Entzündungen der Mundschleimhaut als Tee
oder auch äußerlich für Waschungen und Umschläge bei entzündlicher Haut. Zur Stärkung des Zahnfleischs wurden junge Blätter gekaut.

Heute weiß man, dass die Blätter stark gerbstoffhaltig sind, durch verschiedene Tannine wirken sie also zusammenziehend, außerdem findet man entzündungshemmende Stoffe. Beides zusammen erklärt die gute Wirkung auf Haut und Schleimhaut.

Es gibt nun stärkere Pflanzen gegen Entzündungen – wie z. B. die Kamille – aber erstens muss es ja nicht immer die stärkste Droge sein und außerdem ist die Brombeere fast immer und überall erreichbar. Die beste Heilpflanze ist immer die, die mir bei Bedarf zur Verfügung steht.

Wer im Garten Brombeeren hat, weiß, dass dieser stachelige Freund sehr wuchsfreudig und fast ein wenig aufdringlich ist. Da macht es doch Sinn, herauszufinden, ob es nicht noch mehr Einsatzgebiete gibt.

Es gibt Hinweise, dass Diabetes mellitus durch Brombeerblätter gebremst wird, auch eine immunstärkende und krebsvorbeugende Wirkung wird angenommen. Im Vergleich zu anderen Beerenfrüchten sind diese Beeren ganz besonders gesund: Sie enthalten besonders viel Vitamine (A, C, E und auch B-Vitamine), Mineralien wie Eisen, Magnesium und außerdem Zink und Mangan.

Auch die Blüten (aromatisch) und Wurzeln (harntreibend und hustenstillend) lassen sich zu Tee verarbeiten.

In Haustee-Mischungen bilden die Brombeerblätter eine gute und wohlschmeckende Grundlage und man kann sie auch fermentieren, dann schmecken sie ähnlich wie Schwarztee.