Anschrift

Jeannette Schulz
Praxis für
Chinesische Medizin
Max-Fiedler-Straße 1A
45128 Essen

Telefon 02 01 / 41780

naturheilpraxis-schulz@
t-online.de




Bärlauch

Gemüse-Heilkunde im Siepental

Der Bärlauch (Allium ursinum)

Der Bärlauch, auch Bärenkraut, Hexenkraut oder Waldknoblauch genannt, ist ein Lauchgewächs wie die Zwiebel oder der Schnittlauch. Er wächst fast überall in Europa wild, an schattigen, feuchten Plätzen, gerne unter Bäumen, manchmal in großen, nach Knoblauch duftenden Kolonien.

Ab März bis in den Mai erscheinen die zarten, hellgrünen, lanzettlichen Blätter. Es kommt immer mal wieder zu Verwechslungen mit anderen, leider giftigen Pflanzen, wie Maiglöckchen oder Herbstzeitlose.
Also genau hinschauen beim Sammeln und die Blätter einzeln pflücken, denn der Knoblauchduft reicht zur Unterscheidung nicht. Wenn wir mehrere Bärlauchbätter abgepflückt haben, riechen unsere Hände danach.

In seiner Heilkraft ist diese unscheinbare Pflanze
sehr stark, wird ähnlich wie Knoblauch eingesetzt
und übertrifft ihn in der Menge Wirkstoffe zum Teil noch.
Bärlauch hilft Gefäßkrankheiten vorzubeugen, senkt den Cholesterinspiegel, wirkt entzündungshemmend und krampflösend auf den Darm und die Haut. Gerade für die entgiftende Frühjahrskur wird täglich Bärlauch empfohlen (Tagesdosis 10 Blätter am Tag), denn im Frühling steht er für eine kurze Zeit in großen Mengen zur Verfügung.

Nach der Blüte im Mai oder Juni – die schönen weißen Blüten und die Samen sind übrigens auch essbar – zieht sich die Pflanze zurück und treibt erst im nächsten Frühjahr wieder aus der Zwiebel. Man kann einen Essig, z. B. für die äußere Anwendung bei Hauterkrankungen oder eine alkoholische Tinktur daraus herstellen oder ihn inzwischen auch als Fertigprodukt kaufen, am besten hilft er aber frisch.

Bärlauch gehört auf jeden Fall zu den neun Wildkräutern für die traditionelle Gründonnerstagssuppe, zusammen mit z. B. Löwenzahn, Brennnessel, Vogelmiere, Giersch, Gundermann, Sauerampfer, Gänseblümchen und Spitzwegerich.