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Jeannette Schulz
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Chinesische Medizin
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Lavendel

Gemüse-Heilkunde im Siepental

Lavendel (Lavandula angustifolia)
 

Lavendel, der ursprünglich in den Bergregi­onen des westliches Mittelmeers zuhause ist, gehört schon lange auch bei uns zum Heil­pflanzenschatz. Er ist der Star der modernen Aromatherapie, denn sein ätherisches Öl ist unglaublich vielseitig einsetzbar und sollte in keiner Hausapotheke fehlen. Auch Teeauf­güsse aus dem blühenden Kraut werden innerlich und äußerlich angewandt, oft als Einschlafhilfe (mit Melisse und Hopfen­zapfen), zur Wundbehandlung und für Ein­reibungen und Waschungen bei rheuma­tischen Beschwerden. Massagen mit einer Ölmischung aus fettem Öl und Lavendelöl sind ausgesprochen entspannend und schmerzlindernd.

„Reines Wissen und reinen Verstand” bereite der Lavendel, so sagte Hildegard von Bingen, die große Heilkundige des Hochmittelalters. Harmonisierend und emotional ausgleichend wirkt Lavendelduft auch nach modernen Studien. Übermäßiger Gedankenandrang wird beruhigt, die Konzentration verbessert, eine leicht antidepressive und auch angstlösende Wirkung wurde dabei festgestellt. Das ätherische Öl gehört zu den ganz wenigen, die auch pur auf die Haut aufgetragen werden können (z.B. bei Schnitten, Verbrennungen oder Insektenstichen) Es ist ausgesprochen gut verträglich (natürlich nur, wenn keine Allergie besteht) und bewirkt in einer Mischung mit anderen ätherischen Ölen, dass diese sich gut verbinden und so eine harmonische Gesamtkomposition entsteht.

Durch Wasserdampfdestillation wird aus 120 kg blühendem Kraut 1 kg ätherisches Öl gewonnen. Je nach Anbaugebiet und Sorte variiert der Duft von zart blumig, über kräftig süß bis zu krautig herb. Eine Alternative zum echten Lavendel ist Lavandin, eine Kreuzung mit dem Speik-Lavendel, der in der Provence angebaut wird. Diese Sorte ist ertragreicher, aber nicht so heilkräftig und duftet nicht so fein. Zum Putzen, Bügeln oder zur Raumdesinfektion
ist dies die preiswerte Variante.

Bei der Destillation fällt als Beiprodukt das Lavendelwasser oder Hydrolat an. Es duftet ganz anders, leicht nach Kokos, weil andere Inhaltsstoffe und nur wenig ätherisches Öl darin sind (wenn es nicht zusätzlich mit ätherischem Öl versetzt wurde). Dieses Duftwasser ist ein ausgezeichnetes Gesichtswasser, Haarwasser, Raumspray bei Stress oder für das Schlafzimmer.

Bekanntermaßen vertreibt der Lavendelduft Motten und Milben, aber Bienen, Hummeln und Falter, z.B. kleiner Fuchs, Tagpfauenauge und Großes Ochsenauge lieben die Pflanze.

In der Küche wird Lavendel zum Aromatisieren von Süßspeisen, aber auch von Lammfleisch und Geflügel verwendet. Lavendelzucker stellt man her, indem man abwechselnd schichtweise Zucker und Lavendelblüten in ein Gefäß gibt und es an einem warmen Ort drei Wochen stehen lässt. Dann wird der Zucker gesiebt und kann verwendet werden.